Darmpilztherapie

Die Pilze, die für Krankheiten beim Tier verantwortlich sind, können in 3 Gruppen eingeteilt werden. In Hautpilze, Schimmelpilze und Hefepilze.

 

Die bei Tieren am verbreitetsten vorkommende Pilzarten sind die Hefepilze, wie z.B. Candida albicans sowie geotrichum candida. Sie gehören eigentlich zu einer gesunden Mikroflora dazu und sind bis zu einer bestimmten Keimanzahl vollkommen ungefährlich. Es sind fakultativ-pathogene Erreger, die nur unter bestimmten Bedingungen eine Krankheit auslösen.

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Abbau der Rückenmuskulatur und schlechter Ernährungszustand trotz ausreichender Fütterung 

Auslösende Faktoren

 

Ein pathogener Befall mit Darmpilz deutet immer auf eine Störung der Darmflora hin, da eine gesunde Darmbesiedlung eine krankmachende Vermehrung verhindert. Wenn die Darmflora gestört ist, breitet sich der Pilz aus und besiedelt statt dessen die betroffene Darmbezirke. Um sich zu ernähren, durchbohrt er die Darmwände und ernährt sich aus dem Blut wodurch, falls ein Blutbild erstellt wird, die Blutwerte exorbitant niedrig sind.

 

Bei einem Ausbreiten des Pilzes über die Blutbahn kann ein systemischer Pilzbefall in anderen Organen entstehen, wodurch weitere schwere Schäden durch Organversagen bis hin zum plötzlichen Tod die Folge sind.

 

Die Hauptgründe einer Schwächung der Darmflora sind der Einsatz von Antibiotika, da mit jeder Gabe Darmbakterien absterben, fehlende Immunität sowie andere Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen und die Degenerierung durch Fertigfutter.

 

Symptome

-         starke Abmagerung trotz ausreichend Futter

-         Bewegungsunlust

-         vermindere Leistungsbereitschaft

-         schlechtes, struppiges Haarkleid

-         Koliken

-         Allergien

-         Blähungen

-         Wechsel zwischen Durchfall und normalen Stuhl bis hin zur Verstopfung

-         Heißhungerattacken

-         Verdauungsstörungen

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das Pferd nach erfolgreicher Pilzbehandlung

Therapie besteht aus 3 Komponenten

 

1. Die Bekämpfung des übermäßigen Pilzbefalls auf eine gesunde Keimzahl, da die Pilze zu den normalen Darmsymbionten gehören.

 

2. Aufbau von gesunder Darmflora durch homöopathische Darmsanierung. Sie besteht aus einer Spritzenkur zur Regeneration der Schleimhaut sowie der perforierten Darmwand.

 

3. Die orale Zuführung von Darmbakterien und eines Aufbaupräparates.

 

Die Therapie ist so angelegt, daß alle auslösenden und krankmachenden Faktoren eliminiert werden so das das Tier wieder gesunden kann.