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WLZ 05.12.01 PDF Drucken E-Mail
Tierheilpraktiker lässt sich bei der Arbeit zuschauen
 

Alternative Medizin auch für Pferde

  Quelle: WLZ/FZ 05.12.2001

Korbach-Lelbach

„Nicht nur die Menschen, auch die Tiere muss man als eine Einheit sehen, sie sind ein Organismus. Wenn an einer Stelle Schwierigkeiten auftreten, hat das oftmals Auswirkungen auf den ganzen Körper.“ Mit diesen Worten begrüßte der Tierheilpraktiker Norbert Krott aus Frankenberg-Hommershausen seine interessierten Zuschauer. Auf der Reitanlage St. Kilian in Lelbach demonstrierte er seine Kenntnisse über Chiropraktik, Homöopathie, Akupunktur und Eigenblutbehandlung und noch viele weitere alternative Behandlungsmöglichkeiten bei Pferden und Kleintieren.

ImagePretty Rose mit Besitzerin Stefanie Sinemus bei einer chiropraktischen Behandlung von Norbert Krott 

Diese Anwendungsmöglichkeiten sind nach Filmen wie „ Der Pferdeflüsterer“ oder auch nach Biographien von „Monty Roberts“ in das Interesse der Öffentlichkeit geraten und bieten eine Alternative zur Schulmedizin. Die Tätigkeit von Norbert Krott basiert aber nicht auf einem guten Drehbuch, sondern setzt auf Kenntnis und Ursachenforschung. Voraussetzung, dass einem Pferd bei seinen Beschwerden geholfen werden kann, ist eine funktionierende Beziehung zwischen Reiter und Tier. Tiere können nicht wie Menschen sagen, wo genau sie Schmerzen haben.

Pferde zum Beispiel leiden sehr häufig unter Muskel- oder Gelenkblockaden im Bereich der Wirbelsäule oder der Gelenke. Die Ursachen können verschieden sein, zum Beispiel Haltungsschäden von Geburt an, Unfälle, falscher Umgang mit dem Pferd, falsche Haltung des Tieres und auch reiterliche Fehleinwirkungen. Die Aufgabe des Tiertherapeuten liegt jetzt darin, diese Ursachen der Symptome zu erkennen.

 

Um eine Diagnose stellen zu können, beobachtet er das Tier zunächst im Stand. Oftmals erkennt der Fachmann sofort Muskelverspannungen oder Blockaden im Vorder- oder Hinterbereich des Tieres. Hat er erst mal die Ursache gefunden, versucht er mit bestimmten Dreh- und Dehnbewegungen der entsprechenden Gliedmaßen, Muskulatur und Gelenke wieder in die natürliche Stellung zu bringen. Zusätzlich kann die Behandlung mit Akupunktur unterstützt werden.

 

Aber trotz aller Bemühungen gibt es nicht immer auch ein „Happy-End“. Schäden im Bereich des Kreuzdarmbeingelenks sind besonders schwer zu beheben und erfordern Geduld von Besitzer und Therapeuten. Norbert Krott hat als Tierheilpraktiker einen bundesweiten Kundenkreis. Ob Springpferd, Dressur- oder Freizeitpferd, die Art der Nutzung und auch das Alter spielen bei seinen Patienten keine Rolle. Die Behandlung der Tiere und der daraus resultierende Erfolg hängt aber nicht allein von der Tätigkeit des Therapeuten ab, sondern auch von den Besitzern selber. Nach jeder Behandlung erhält der Tierhalter Tipps, wie er weitere Schwierigkeiten vermeiden und die Behandlung zum Beispiel durch Massage unterstützen kann. Auf die Frage, ob es schwer sei, sich in der heutigen Zeit gerade nach Filmen wie der „Pferdeflüsterer“ eine Existenz in dem Beruf als Tierheilpraktiker aufzubauen, antwortet Krott: „Man muss durch Erfolge überzeugen und kann seine Tätigkeiten nicht nur anhand theoretischer Kenntnisse erläutern.“ Oft wüssten Tierhalter viel zu wenig über alternative Behandlungsweisen. Tiere reagieren auch anders auf Homöopathie und Chiropraktik als Menschen. Mit vielleicht schon einer Sitzung kann man die Ursache für Schmerzen erforschen und schnellstmöglich mit der Behandlung beginnen. Schon Jahre vor dem Medieneinfluss hätten sich Menschen u.a. mit der Körpersprache der Tiere auseinander gesetzt und dabei Erfolge erzielt. „Heute werden die Erfahrungen häufig in Schlagwörter verpackt und oft falsch in der Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt“, kritisiert Krott.

 

Wer Interesse hat, Norbert Krott bei einer chiropraktischen Behandlung zuzusehen, hat in der nächsten Woche auf dem Gestüt Lauer in Gemünden die Gelegenheit dazu.

 

 

Copyright Norbert Krott